Schloss Reinhartshausen - Die Pracht am Rhein mit bewegter Geschichte
An der Stelle des heutigen Schlosses stand im 12. Jahrhundert der Stammsitz der Ritter von Erbach. Ab 1275 gehörte der Besitz über vier Jahrhunderte lang den Rittern von Allendorf, die seit 1337 Wein anbauten. Ende des 18. Jahrhunderts übernahmen die Freiherren Langwerth von Simmern den Besitz - nach Phillip Reinhard wurde das Schloss auch benannt - und verkauften ihn 1800 an die Grafen von Westfalen. Diese erbauten Schloss Reinhartshausen in seiner heutigen Form. 1855 übernahm Prinzessin Marianne von Preußen aus dem Fürstengeschlecht Oranien-Nassau Gebäude und Ländereien. Sie erweiterte das Schloss um ein Museum und prägte Schloss Reinhartshausen und die Gemeinde Erbach aufgrund ihrer karitativen Großzügigkeit nachhaltig.
Schloss Reinhartshausen steht für herausragende Qualität. Der sehr hohe Anteil Erster Gewächs-Lagen ist längst nicht der einzige Erfolgsgarant. Das Geheimnis liegt auch in der ertragsmindernden Art des Anbaus: Schon beim Rebschnitt wird die Anzahl der Triebe gering gehalten, nach der Blüte im Frühsommer dann ein Teil der noch unreifen Trauben entfernt. Dadurch können die Reben die volle Kraft ihrer Nährstoffe auf die verringerte Traubenzahl konzentrieren und Spitzenweine hervorbringen.
Jahrhundertealte handwerkliche Traditionen, gepaart mit den Verfahren einer modernen Weinmanufaktur bilden die Grundlage des hohen Qualitätsstandards. Mit besonderem Stolz setzt man auf Schloss Reinhartshausen heute für die gesamte Kollektion ausschließlich auf Rebgut von eigenen Weinbergen. Eine besonders schonende Art des Weinausbaus prägt den Stil der Weine.