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Angelo Gaja - Der Armani unter den Winzern

Genuss im Maßanzug: Wein von Angelo Gaja

Wir legen unseren Kunden sonst gerne ans Herz, den Weingenuss nicht so ernst zu nehmen und sich mit hemdsärmeliger Spielfreude ans Werk zu machen. Zu den wenigen Ausnahmen dieser goldenen Regel bei Club of Wine gehören Weine von Angelo Gaja. Der Grand Seigneur des italienischen Weinbaus aus dem Piemont stellt Tropfen her, für die Schlips, Kragen und ein wenig Ehrfurcht gerade gut genug sind. Jeder Jahrgang, allen voran die 2006er Nebbiolos, hat für rekordbrechende Bewertungen und einen Sturm auf die verfügbaren Flaschen gesorgt. Dieser Hype ist mehr als berechtigt.                                                                                      

Im Dienste der Vorfahren: Angelo Gaja

Dass wir heute den Gaja-Produkten aus dem Weinkeller in Barbaresco im Piemont auf so erfürchtige Weise huldigen, ist das Ergebnis einer langen Familientradition, die 1859 mit Giovanni Gaja begann. Der machte sich zu Beginn dieser unwahrscheinlichen Erfolgsgeschichte mit der Tatsache einen Namen, dass er die Weine aus seinem Keller nicht in Fässern, sondern in handlichen Flaschen verkaufte.

Dessen Sohn Angelo Gaja und seine Ehefrau Clotilda Rey arbeiteten danach konsequent daran, das Haus zu einem hochwertigen Produzenten von Luxusweinen mit entsprechender Kundschaft zu formen. Die nächste Generation sorgte mit Giovanni Gaja dafür, dass der exzessive Zukauf von Weinbergen die besten Lagen für den bereits erfolgreichen Familienbetrieb sicherte. Dazu gehören bis heute solch klingende Namen wie Sori San Lorenzo oder Sori Tildin.

Der nächste Angelo und heutige Besitzer des Weinguts schuf dann das strenge und moderne wirtschaftliche Gerüst, um den Familienbetrieb in davor ungeahnte Höhen zu katapultieren und Angelo Gaja zur Speerspitze des italienischen Weinbaus zu machen. Gaja gehörte am Beginn seiner Karriere zu den wenigen Barolo- und Barbaresco-Produzenten Italiens und schuf sich mit der überragend ausgeführten Vinifizierung der Nebbiolo-Rebe praktisch einen eigenen Markt.

Gleichzeitig brach Angelo Gaja mit der regionalen Tradition und führte bis dahin nicht vorhandene internationale Rebsorten ein, aus denen zum Beispiel der fast legendäre Gaja Darmagi Cabernet Sauvignon entstand. In diesem Wein ist übrigens eine augenzwinkernde Anekdote, die man in einem so noblen Hause gar nicht erwarten würde, versteckt: Darmagi heißt übersetzt Schande und geht auf die Tatsache zurück, dass Angelos Vater überhaupt nicht damit einverstanden war, dass Nebbiolo-Reben in den besten Lagen dem Fremdgewächs Cabernet Sauvignon weichen sollten – wie Väter halt so sind. Auch der Barrique-Ausbau war ein Novum für die Region und sorgte erst einmal für schiefe Blicke der Familie und der Konkurrenz. 

Angelo Gaja mit seiner Frau

Angelo Gaja: ein bisschen Ehrfurcht schadet nicht

Was Großvater Angelo und dessen Frau Clotilda begonnen hatten, wurde für Angelo Nummer Zwei zur bestimmenden Lebensaufgabe: Luxus, Luxus und nochmal Luxus. Er vermarktete seine Produkte schon zu Beginn auf höchstem Niveau und schuf mit den Lagenweinen edelste Tropfen, die den französischen Vorbildern in nichts, aber auch gar nichts nachstanden. Dank ihm lautet die Frage unter Gourmets heute: Latife oder Gaja?

Die ganze Weinwelt sieht zudem ungläubig dabei zu, wie Angelo Gaja für den perfekten Lagenwein sogar in Kauf nimmt, die Einstufung DOCG zugunsten der DOC-Klasse zu verringern. Das gibt ihm die Möglichkeit, seinen Tropfen, wenn nötig, noch internationale Weine für die perfekte Balance hinzuzufügen. Der Gaja Barbaresco ist aber dennoch, ganz im Sinne der Familientradition, absolut DOCG.

Dass all diese Alleingänge nicht immer nur begeisterte Anhänger schufen, machte Angelo Gaja noch nie etwas aus. Und der Erfolg hat ihm Recht gegeben: Er hält einen einsamen Rekord an italienischen Auszeichnungen durch den Gambero Rosso und hat bis heute, obwohl er sich langsam aus dem Tagesgeschäft zurückzieht, die Zügel im Hause für weitere Spitzenleistungen fest in der Hand.

Was heißt das alles aber nun für den Genuss eines Weins von Angelo Gaja? Dass Sie dafür den perfekten Anlass abwarten sollten. Dass eine solche Flasche zunächst einmal eine wertvolle Investition ist. Dass Sie etwas Übung brauchen, um die Tiefe der Lagenweine, wie des Gaja Sori San Lorenzo Nebbiolo, vollends zu würdigen. Es ist eben wie bei einem guten Maßanzug: Qualität gibt es nicht von der Stange.

Wir wären aber nicht, wer wir sind, hätten wir nicht auch ein wunderbares Einsteigerprodukt von Angelo Gaja für Sie parat. Der Gaja Sito Moresco ist überaus geschmeidig, relativ preiswert und damit ein kleineres Stückchen Luxus aus der unwahrscheinlichen Weinwelt des Angelo Gaja.

Weine von Angelo Gaja
93 Wine Spectator
199,00 € 265,33 €/Ltr.
  • 5% Rabatt bei Abnahme von 6 Fl.
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49,00 € 98,00 €/Ltr.
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