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Liquoristerie de Provence - Die Seele französicher Destillationskunst

Liquoristerie de Provence: Andere Flügel für die Fee

Teufelszeug, Moralverderber, tödliche Droge: Was wurde dem Absinth nicht alles unterstellt, als La fée verte 1915 verboten wurde. Dass unter dem Einfluss der Fee auch manche der berühmtesten Werke der Kunst entstanden, ist eine andere Geschichte. Erst seit 2011 darf Absinth in Frankreich wieder verkauft werden, natürlich mit weitaus geringerem Thujon-Gehalt. Eines der Häuser, das der Fee im neuen Jahrtausend ihre Flügel auf die schönste Weise wieder zurückgibt, ist die Liquoristerie de Provence. Denn sie hat sich auf den Kern des Getränks besonnen – und noch andere Flügelpaare hinzu addiert. 

Der Retter des Absinths: Pascal Rolland

Spirituosen von Liquoristerie de Provence: Das Kreuz als lebendes Kulturerbe

Wer als Destille den Titel eines „Unternehmens des lebenden Kulturerbes“ (Entreprise du Patrimoine Vivante) vom Staat verliehen bekommt, steht mächtig unter Leistungsdruck. Schließlich muss man diesen Titel mit der besten Qualität verteidigen. Andersherum ist er natürlich auch eine Auszeichnung für die Leistungen, derer man sich hier verdient gemacht hat. Im Falle der Liquoristerie de Provence aus Aix-en-Provence gehören zu diesen Leistungen ursprüngliche Liköre und Spirituosen, die so eng mit der französischen Kunst verbunden sind, dass dem Kenner beim Öffnen der Flasche sofort Tableaux vivantes von Henri Toulouse-Lautrec oder ein Gedicht von Baudelaire in den Sinn kommen.

Denn die gesamte Künstlerelite des 19. Jahrhunderts war vollkommen verrückt nach – und vielleicht auch wegen – Absinth & Co. Pastis als Anisschnaps aus der Provence war dabei ein Ersatzprodukt, welches das Absinth-Verbot ab 1915 in irgendeiner Weise für die zahlreichen Freunde der grünen Fee erträglicher machen sollte. Und das ist auch gelungen.

Erst 2011 durfte in Frankreich wieder Absinth hergestellt und verkauft werden. Da war die Liquoristerie de Provence allerdings in der Planung und Gestaltung ihres Angebots schon längst ein Schritt weiter: Sie hat nämlich einfach die Grundzutaten des Absinth genommen und daraus eine Variante gezaubert, die das Herz der grünen Fee widerspiegelt, ohne dabei zu sehr auf den typischen Grundcharakter einzugehen. Was wir damit meinen? Dazu kommen wir jetzt!

Likör von Liquoristerie de Provence: charmanter Flügelschlag

Das Erste, was Ihnen bei der Verkostung des L'Amesinthe auffallen dürfte, ist die süße Note am Gaumen, die sich wunderbar mit dem Duft von Fenchel und Honig vermählt. Allerdings ist in diesem Getränk keinerlei Anis enthalten und Sie sparen sich auch das Theater mit dem Löffel und dem brennenden Zucker, denn: Der L'Amesinthe ist tatsächlich ein Likör, der kalt und gerne ohne Wasser nach dem Essen getrunken wird. Damit erhält die Fee einen charmanten Flügelschlag, der gerade Einsteiger an den Genuss heranführt und zu viel mehr Gelegenheiten kredenzt werden kann – ohne Feuer, ohne Umstand. Auch macht es hiermit überaus Spaß, neue Cocktailkreationen aus der Taufe zu heben.

Der Le Pastis du Liquoriste ist hingegen ein Anisschnaps, wie er klassischer (und provenzalischer) nicht sein könnte und sollte dementsprechend auch mit Wasser getrunken werden. Besonders fällt die leichte Frische auf, die sich durch eine geheime Kräutermischung zum Lakritz-Gerüst hinzu gesellt. Man muss Pascal Rolland, Brennmeister des Hauses, für diesen exzellenten Tropfen schon überaus dankbar sein, denn dieser Pastis schmeckt auch Leuten, die mit Anis eigentlich überhaupt nichts anfangen können.

Der Vodka de Vigne ist ein weiterer Beleg für die überaus engagierte Lust der Liquoristerie de Provence, sich mit Hochprozentigem auseinander zu setzen. Denn was hat die Provence mit Wodka zu tun? Dank dieser wunderbaren Entdeckung, die sich ein wenig an den Pastis anlehnt, jetzt eine ganze Menge.

Weine von Liquoristerie de Provence

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