Marqués de Riscal

Filter
Wenn Frank Gehry dein Hotel entwirft... ...
musst du etwas richtig gemacht haben. Mitten in den historischen Gassen von Elciego erhebt sich ein spektakuläres Bauwerk, das schon aus der Ferne wie eine moderne Skulptur wirkt: das Hotel Marqués de Riscal. Entworfen hat es niemand Geringeres als Frank O. Gehry, der weltbekannte Architekt, der auch das Guggenheim-Museum in Bilbao gestaltete. Seine futuristischen Wellen aus Titan und Glas scheinen über den Weinbergen zu schweben – ein Symbol für den Innovationsgeist, der Marqués de Riscal seit 1858 prägt.
Die Keller des Hotels Marqués de Riscal haben die typische Gehry-Signatur. In ihnen schlummert ein wahrer Schatz der Rioja. Hier bewahrt die Traditions-Bodega im Weinkeller »La Catedral« Weinflaschen aus jedem Jahrgang seit 1862 auf. Was wie ein staubiges Mausoleum der erfolgreichen Vergangenheit wirken könnte, ist bei Marqués de Riscal ein Ansporn für die Zukunft. Die Weine haben sich Jahr für Jahr verbessert. Die Bodega gewinnt immer mehr begeisterte Fans und zementiert weiter den einzigartigen Ruf des Hauses. Und wer Frank Gehry engagieren kann, der muss dabei mehr als eine Sache richtig gemacht haben.

Pioniere der Rioja seit 1858
Das Weingut Marqués de Riscal wurde 1858 von Don Guillermo Hurtado de Amézaga gegründet. Wie manch anderer spanischer Winzer der ersten Generation verbrachte er einige Zeit im Bordeaux. Dort lernte er den Stil der »Grande Nation« des Weinbaus kennen. Er war davon überzeugt, dass die Rioja mit ihren einzigartigen Voraussetzungen ebenfalls große Weine hervorbringen kann.
Und tatsächlich: Mit dem französischen Stil bildet die Region eine perfekte Einheit. Böden aus Lehm und Kalk sind bis heute ein wichtiger Faktor, um das Wachstum und die Qualität der Reben zu begünstigen. 1862 war es dann endlich soweit: Die erste Flasche aus dem Hause Marqués de Riscal war reif für den Verkauf.

Autochthone Reben statt Bordeaux-Imitation
Nun hätte sich de Amézaga wie alle anderen auch an der Imitation des Bordeaux versuchen können. Doch genau das wollte er nicht. Er beschritt eigene Pfade. De Amézaga entschied sich gegen die Pflanzung der Rebsorten Cabernet Sauvignon oder Merlot auf seinen Weinbergen. Stattdessen fokussierte er sich ausschließlich auf autochthone Reben. Dem Tempranillo wurde dabei die größte Bedeutung zuteil. Garnacha und Carignan als Cuvée-Gefährten durften ebenfalls nicht fehlen.
Das Engagement wird anerkannt
Der Weitblick von de Amézaga und das Vertrauen in das Potenzial seiner Heimat zahlten sich schließlich aus: 1895 wurde einem Wein von Marqués de Riscal – als erstem nicht französischen Wein – eine Ehrenurkunde von der Ausstellung in Bordeaux verliehen. Jetzt war auch der letzte Zweifler davon überzeugt, dass aus Rioja und speziell von Marqués de Riscal noch Großes zu erwarten war.

Marqués de Riscal bei Club of Wine: Alle Ehre ist berechtigt
Seitdem ist viel Zeit ins Land gegangen und die Weinstadt von Marqués de Riscal ist immer weiter gewachsen. 2006 wurde sie neu eröffnet. Dass alle Ehre berechtigt ist, findet auch der britische Weinkritiker Hugh Johnson, der Marqués de Riscal als »beste Bodega der Rioja Alavesa« bezeichnet. Seit ein paar Jahren regnet es gerade zu Auszeichnungen. Nach einer Umfrage von Drinks International wurde das Weingut 2019 in die Top 10 der am meisten bewunderten Weinmarken der Welt gewählt. Darüber hinaus ist Marqués de Riscal 2021 bei »World‘s Best Vineyards« zum zweitbesten Weingut der Welt und zum besten Weingut Europas gekürt worden.
Medaillenregen
Praktisch kein Wein aus dem Riscal-Sortiment bei Club of Wine ist unprämiert. Sie alle sind charakteristische Kompositionen, die ihre Herkunft zeigen. Ein Beispiel: Als ein Glanzstück des Hauses gilt der Marqués de Riscal Baron de Chirel, der 1986 eingeführt wurde. Diesen Tempranillo gibt es nur in besonders guten Jahrgängen. Er ist von einer wunderbaren Harmonie und Tiefe geprägt. Überhaupt besitzen die Reservas von Riscal größte Überzeugungskraft. Sie sind vollmundig am Gaumen und können einem glatt die Sprache verschlagen.
Wer den Spuren der »Weinarchitekten« aus der Rioja folgen möchte, dem empfehlen wir auf jeden Fall einen Besuch in der Stadt des Weines. Unter den geschwungenen Installationen der »Stadt des Weines« treffen Moderne, Tradition und die Eigenheit der Rioja auf einzigartige Weise zusammen. So, wie es bei Marqués de Riscal zum guten Ton gehört.