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Cognac: Französischer Weinbrand von Weltklasse
Cognac ist ein Weinbrand aus dem südwestlichen Frankreich. Hier entstand die Spirituose bereits im 17. Jahrhundert, als die ersten Produzenten in einem doppelten Brennvorgang ein feines Destillat aus Weißwein gewannen. Benannt nach der gleichnamigen Stadt, entwickelte sich Cognac zu einem der bekanntesten Weinbrände Europas. Heute stehen renommierte Cognac-Marken wie Rémy Martin, Cognac Frapin oder der luxuriöse Louis XIII für erstklassigen Weinbrand, der auf der ganzen Welt begehrt ist.
Typisch für Cognac ist sein vielschichtiger Geschmack. In manchen Abfüllungen dominieren fruchtige oder florale Nuancen des Weins, während die Lagerung im Holzfass würzige Noten von Eiche in unterschiedlicher Intensität beisteuern kann. Dabei spielt die Reifezeit im Eichenfass eine zentrale Rolle, denn sie beeinflusst sowohl die Aromen als auch die Farbe des Destillats. Letztere reicht von hellem Gold bis zu tiefem Bernstein – je nach Reifezeit. Serviert wird der Weinbrand klassisch im bauchigen Cognac-Glas, das die Aromen perfekt bündelt.
Anbaugebiete für den Cognac-Grundwein
Die Grundlage für Cognac bildet Weißwein, der aus bestimmten, gesetzlich geschützten Anbaugebieten im französischen Département Charente stammt. Die Region mit ihren rund 75.000 ha Anbaufläche liegt im Westen des Landes – nördlich der Stadt Bordeaux – und unterteilt sich in sechs Weinlagen (»Crus«). Diese unterscheiden sich in Klima, Bodenbeschaffenheit und Qualität. Die besten Lagen befinden sich in der Grande Champagne und der Petite Champagne. Besonders gefragt ist auch das Anbaugebiet Borderies, das für Cognacs mit floralen Aromen bekannt ist. Die weiteren Regionen sind Fins Bois, Bons Bois und Bois Ordinaire.
Die Winzer in diesen Anbaugebieten bauen hauptsächlich die Rebsorten Ugni Blanc, Colombard und Folle Blanche an. Ugni Blanc dominiert dabei mit großem Abstand. Die Sorte ist robust, säurebetont und liefert den idealen Grundwein für die spätere Destillation. Schließlich entscheidet der Ausgangswein maßgeblich über die Qualität und den Charakter des späteren Cognacs.

Vom Weißwein zum Weinbrand: So entsteht Cognac
Die Herstellung von Cognac ist streng reglementiert und beginnt mit der alkoholischen Gärung des Grundweins. Direkt nach der Lese wird der Wein vergoren. Dabei verzichten die Destillerien auf Schwefelzusatz, um die Destillation nicht zu beeinträchtigen. Der Vorgang erfolgt traditionell in kupfernen Brennblasen (alambic charentais) in zwei Durchläufen. Dabei entsteht zunächst ein Rohbrand, anschließend ein sogenannter Feinbrand (bonne chauffe). Mit einem Alkoholgehalt von etwa 70% vol. füllen die Destillerien den Feinbrand für die Lagerung in Eichenfässer.
Die Reifung im Holzfass trägt entscheidend zur Qualität und zum Geschmack des Cognacs bei. Denn in den Eichenfässern – meist aus Limousin- oder Tronçais-Eiche – entwickelt das Destillat über Jahre hinweg seine charakteristischen Aromen. Während der Reifezeit verdunstet ein Teil Alkohol und Wasser, was die Destillateure mit einem Augenzwinkern als »part des anges« (»Anteil der Engel«) bezeichnen. Im Zuge der Lagerung gewinnt der Weinbrand immer mehr an Tiefe, Komplexität und Farbintensität. Erst nach mindestens zwei Jahren Reife darf sich das Produkt offiziell Cognac nennen. Eng verbunden mit der Lagerzeit ist auch die Qualitätsstufe des Weinbrands. Im nächsten Abschnitt erfährst du, wie du anhand der Qualitätsstufen auf dem Flaschenetikett auf die Lagerdauer schließt.
Welche Qualitätsstufen hat Cognac?
Cognac wird in verschiedene Qualitätsstufen unterteilt, die sich hauptsächlich in der Dauer der Reifung unterscheiden. Ein verlässlicher Hinweis auf hohe Qualität ist zudem die Auszeichnung bei internationalen Wettbewerben wie den Cognac Masters, bei denen nur herausragende Cognacs prämiert werden. Die offizielle Einstufung erfolgt durch gesetzlich definierte Reifezeiten in Eichenfässern – je länger die Lagerung, desto hochwertiger das Endprodukt.
- VS (Very Special): Die Bezeichnung »VS« steht für Cognacs mit einer Reifezeit von mindestens 2 Jahren. Sie zeichnen sich durch frische, fruchtige Noten und eine angenehme Leichtigkeit aus und sind im Vergleich am preiswertesten. Insofern kannst du VS-Cognacs auch hervorragend für Mixgetränke oder als Einstieg in die Welt des Cognacs verwenden.
- VSOP (Very Superior Old Pale): Bei einem VSOP beträgt die Mindestlagerzeit 4 Jahre. Diese Cognacs sind deutlich runder und komplexer als VS-Qualitäten, mit spürbar mehr Holzaromen und würzigen Noten durch die längere Fassreifung. Viele Cognac-Freunde genießen die hochwertigen Abfüllungen pur, zum Beispiel als stilvollen Digestif.
- XO (Extra Old / Napoléon): Die Altersgrenze für XO-Cognac liegt bei mindestens 10 Jahren. Diese Weinbrände bieten intensive Aromen, eine samtige Textur und eine bemerkenswerte Tiefe.
- XXO (Extra Extra Old): Cognacs mit der Bezeichnung »XXO« sind mindestens 14 Jahre gereift. Sie zählen zu den seltensten Qualitäten und bieten ein besonders vielschichtiges Geschmacksbild mit langem Nachhall. Edle Tropfen für erfahrene Genießer, die sich für besondere Anlässe anbieten.
- Hors d’Age: Diese Bezeichnung steht für Cognacs, die über das gesetzlich definierte Mindestalter hinaus gereift sind. Die genaue Mindestlagerdauer ist allerdings nicht vorgeschrieben. Hors d’Age (»jenseits des Alters«) gilt als Spitzenklasse unter den Cognacs. In dieser Qualitätsstufe findest du häufig Destillate mit 30 oder mehr Jahren Reifezeit, die meist nur in limitierten Auflagen erhältlich sind.
Unsere Cognac-Empfehlungen: Von preiswert bis luxuriös
- Cognac Frapin: Der Cognac von Frapin stammt ausschließlich aus der Grande Champagne, dem renommiertesten Gebiet der Region. Cognac Frapin bietet hochwertige Abfüllungen mit der seltenen Château-Bezeichnung (Fontpinot) sowie einsteigerfreundliche Produkte. Unsere klare Empfehlung, wenn du neu in der Welt des Cognacs bist.
- Rémy Martin: Das berühmte Haus zählt zu den Spitzenreitern im Bereich der Premium-Cognacs. Die lange gereiften Weinbrände erinnern im Geschmack an kandierte Früchte, Schokolade und sanftes Holz. Wenn du Cognac mit weltweitem Prestige probieren möchtest, triffst du mit Rémy Martin eine ausgezeichnete Wahl.
- Louis XIII: Dieser legendäre Cognac gilt als Ikone unter den Luxusspirituosen. Er vereint über 1.200 Einzeldestillate mit einer Reifezeit von bis zu 100 Jahren – abgefüllt in kunstvolle Kristallkaraffen. Für viele Kenner ist er der beste Cognac der Welt.

Tipps für den richtigen Cognac-Genuss
Ein guter Cognac entfaltet seinen Charakter am besten, wenn du ihn bei Zimmertemperatur – also bei etwa 18 bis 21 °C – in einem passenden Cognac-Glas servierst. Ideal ist ein bauchiger Tulpenschwenker, der die Aromen konzentriert und dem Destillat Raum zur Entfaltung gibt. Vor dem ersten Schluck lohnt es sich, den Cognac einen Moment »atmen« zu lassen. So kommen komplexe Duftnoten wie getrocknete Früchte, Vanille oder Zedernholz besonders zur Geltung.
Auch der Zeitpunkt spielt eine Rolle: Cognac eignet sich hervorragend als Digestif nach einem feinen Essen oder als stilvoller Begleiter für besondere Momente. Wer es klassisch mag, genießt ihn pur. Experimentierfreudige können (am besten einen jungen) Cognac auch für Cocktails verwenden – etwa für den Sidecar oder French Connection, die wir dir im Folgenden vorstellen.
Zwei klassische Cocktails mit Cognac
In der heutigen Cocktail-Welt gehört Cognac zu den selteneren Zutaten. Trotzdem ist der Weinbrand für einige klassische Mixgetränke absolut unverzichtbar. Wie du seine fruchtig-würzigen Noten kreativ mixt und neue Geschmackserlebnisse schaffst, zeigen wir dir an zwei Beispielen: dem frischen Sidecar und der milden French Connection. Viel Spaß beim Mixen!
Sidecar
Der Sidecar ist ein eleganter Klassiker aus den 1920ern. Mit seiner frischen Zitronennote und feinen Süße ist er perfekt ausbalanciert und in 5 Minuten zubereitet. Ein einfach zu mixender Cocktail für alle Cognac-Liebhaber.

Zutaten
- 5 cl Cognac (am besten VS oder VSOP)
- 2 cl Cointreau oder Triple Sec
- 2 cl frisch gepresster Zitronensaft
- Optional: Zitronenzeste (Garnitur)
Zubereitung
- Alle Zutaten mit Eis in einen Shaker geben und kräftig schütteln.
- In eine Cocktailschale oder ein Coupette-Glas abseihen.
- Optional: Mit Zitronenzeste garnieren.
French Connection
Der French Connection ist ein unkomplizierter, sanfter Shortdrink für den späten Abend. Die Kombination aus Cognac und Amaretto ergibt ein nussiges, mild-süßes Geschmackserlebnis. Du brauchst dabei nicht mehr als zwei Handgriffe, um Cognac in einer neuen, spannenden Facette kennenzulernen.

Zutaten
- 4 cl Cognac
- 2 cl Amaretto
- Eiswürfel
- optional: Orangenzeste (Garnitur)
Zubereitung
- Beide Zutaten in ein Old-Fashioned-Glas mit Eis geben.
- Leicht umrühren, um die Aromen zu verbinden.
- Ohne Garnitur servieren oder nach Wunsch mit Orangenzeste abrunden.
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FAQ – Häufige Fragen zu Cognac
Cognac ist ein französischer Weinbrand aus Weißwein, der durch doppelte Destillation hergestellt und in Eichenfässern gereift wird. Er stammt ausschließlich aus bestimmten Anbaugebieten rund um die Stadt Cognac im Südwesten Frankreichs.
- VS (Very Special): mindestens 2 Jahre gereift
- VSOP (Very Superior Old Pale): mindestens 4 Jahre gereift
- XO (Extra Old): mindestens 10 Jahre gereift
- XXO (Extra Extra Old): mindestens 14 Jahre gereift
- Hors d’Age: älter als XXO, meist über 30 Jahre gereift
XO steht für »Extra Old« und bezeichnet Cognacs, deren jüngste Grundweine mindestens 10 Jahre gereift sind. Im Vergleich zu jüngeren Abfüllungen zeichnen sie sich durch intensive Aromen und eine seidige Struktur aus.
Rémy Martin XO gilt international als einer der besten XO-Cognacs. Er wird aus den besten Eaux-de-vie der Grande und Petite Champagne hergestellt und reift in edlen Limousin-Eichenfässern.
Der Louis XIII wird oft als der exklusivste Cognac der Welt bezeichnet. Mit bis zu 100 Jahre alten Destillaten in der kunstvollen Kristallkaraffe ist die Marke der Inbegriff von Luxus.