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Was Bordeaux-Wein so besonders macht
Bordeaux ist das größte zusammenhängende Qualitätsweingebiet der Welt und liegt rund um die Stadt Bordeaux am Fluss Garonne. Das Besondere: Hier wird Rotwein selten aus einer einzigen Rebsorte gemacht, sondern als Cuvée – also als Verschnitt mehrerer Rebsorten, die sich gegenseitig ergänzen. Genau das gibt einem Bordeaux seine typische Tiefe und seinen ausgewogenen Geschmack.
3 Bordeaux-Weine für jeden Geschmack
Du musst kein Vermögen ausgeben, um einen guten Bordeaux zu trinken – die spannendsten Tropfen liegen oft im zugänglichen Preisbereich. Wir haben dir drei Rotweine herausgesucht, die unterschiedliche Stile des Bordeaux abbilden und sich allesamt durch ein starkes Preis-Leistungs-Verhältnis auszeichnen. Wenn du einen unkomplizierten Einstieg suchst, empfehlen wir dir den Château Loyasson Rouge, den Château Maillard oder den Mouton Cadet »Sélection« Côtes de Bordeaux.
- Château Loyasson Rouge: Das ist ein klassischer Alltags-Bordeaux aus Cabernet Sauvignon und Merlot. In der Nase zeigen sich bordeauxtypisch dunkle Früchte wie Kirsche und Pflaume, dazu Cassis, feine Gewürze und eine Note von frischem Tabak. Am Gaumen überzeugt er mit sanften Tanninen und einer dezenten Vanillenote.
- Château Maillard: Dies ist eine vollmundige Cuvée aus Cabernet Franc, Cabernet Sauvignon und Merlot, die die klassischen Stilelemente eines jungen Bordeaux mitbringt. Kräftige Noten von Cassis und Kirsche treffen auf Zwetschge und ein feinkörniges Tannin, der Abgang zeigt eine schöne Länge.
- Mouton Cadet »Sélection« Côtes de Bordeaux: Er stammt aus dem renommierten Haus Baron Philippe de Rothschild und ist ein Merlot-betonter Rotwein mit ausgeprägter Beerenfrucht und kräftiger Säure, dazu kommen feine Röstnoten und eine samtige Eichenholznote. Das professionelle Geschmacksprofil zeigt einen trockenen, harmonischen Bordeaux mit mittlerem Körper und reifen, weichen Tanninen.
Ist Wein aus Bordeaux immer rot?
Bordeaux ist vor allem für seine Rotweine bekannt, doch die Region bringt auch helle Bordeaux-Weine hervor. Die Rotweine machen den weitaus größten Teil der Produktion aus und prägen das Bild der Region: dunkle Frucht, feine Würze und eine Struktur, die mit der Zeit weicher wird. Genau deshalb steht der Begriff »Bordeaux« für die meisten Weinfreunde zuerst für einen kräftigen, trockenen Rotwein.
Daneben gibt es aber auch weiße Bordeaux-Weine, meist aus den Rebsorten Sauvignon Blanc und Sémillon. Sie sind frisch, fruchtig und ein toller Begleiter zu Fisch oder Geflügel. Wer einen besonders hellen, fruchtigen Roten sucht, wird ebenfalls fündig: Junge Bordeaux Weine mit hohem Merlot-Anteil wirken zugänglicher und weicher als die tanninbetonten Gewächse vom linken Ufer.
Welche Rebsorten werden in Bordeaux angebaut?
In Bordeaux werden einige der bekanntesten Rebsorten der Welt kultiviert. Besonders relevant ist die geografische Unterteilung in das linke und rechte Ufer der Flüsse Gironde und Dordogne. Diese Unterscheidung spielt eine zentrale Rolle im Bordeaux Weinbau, da die Rebsorten und Weinprofile auf beiden Seiten deutlich variieren.
- Linkes Ufer (Médoc und Graves): Hier dominieren Rotweine mit Cabernet Sauvignon als Hauptrebsorte. Weine aus diesem Bereich sind oft kraftvoll, strukturiert und langlebig. Bekannte Appellationen wie Pauillac, Margaux und Saint-Julien liegen auf dieser Seite.
- Rechtes Ufer (Saint-Émilion und Pomerol): Das rechte Ufer ist vor allem für seine Merlot-betonten Weine bekannt, die runder und zugänglicher sind. Besonders die Weine aus Pomerol und Saint-Émilion genießen einen exzellenten Ruf.
Neben den roten Rebsorten wie Cabernet Sauvignon und Merlot spielen auch weiße Rebsorten eine bedeutende Rolle. Besonders Weißweine wie Sauvignon Blanc und Sémillon prägen das Bild der Region.
Was kostet ein guter Bordeaux-Wein?
Ein gutes Beispiel dafür, dass guter Bordeaux nicht teuer sein muss, sind unkomplizierte Cuvées wie der Château Loyasson oder der Château Maillard, die schon im einstelligen Eurobereich überzeugen. Sie zeigen den typischen Bordeaux-Charakter mit dunkler Frucht und feinem Tannin, ohne das Budget zu sprengen – ideal für den regelmäßigen Genuss.
Wer etwas mehr Tiefe und einen festlicheren Tropfen sucht, greift zu einem Bordeaux aus einer bekannten Appellation wie Côtes de Bordeaux. Diese Weine bringen mehr Komplexität, feine Röstaromen und oft eine dezente Holznote mit. Echte Spitzen-Bordeaux aus Lagen wie Margaux oder Pomerol bewegen sich preislich deutlich höher – für den Alltag und das gesellige Beisammensein brauchst du sie aber nicht.
Welche Bordeaux-Weine sind besonders bekannt?
Bordeaux ist Heimat einiger der berühmtesten Weingüter der Welt. Dazu zählen unter anderem das Château La Mission Haut-Brion sowie Weine der renommierten Rothschild Weine-Familie. Auf dem linken Ufer finden sich legendäre Weine aus Pauillac und Margaux, während auf dem rechten Ufer berühmte Weine wie Château Pétrus und Château Ausone zuhause sind. Auch nachhaltige Projekte wie das Château Les Vergnes vereinen Tradition mit modernen Ansätzen.
Wann passt ein Bordeaux-Wein am besten?
Ein Bordeaux ist ein geselliger Wein. Seine dunkle Frucht und die feine Würze machen ihn zum idealen Begleiter für den Abend mit Freunden, das gemeinsame Kochen oder den Sonntagsbraten. Junge, fruchtbetonte Bordeaux Weine kannst du auch entspannt solo genießen – sie brauchen nicht zwingend ein Gericht an ihrer Seite.
Für besondere Anlässe darf es ruhig ein gereifterer Bordeaux mit mehr Struktur sein. Dann zeigt der Wein seine ganze Tiefe und harmoniert wunderbar mit kräftigen Speisen. Damit ein Bordeaux sein Aroma voll entfaltet, gönnst du ihm am besten etwas Luft, indem du ihn vor dem Einschenken kurz dekantierst oder die geöffnete Flasche eine Weile atmen lässt.
Speisebegleitung: Château Maillard zu Rinderschmorbraten mit Wurzelgemüse
Der Château Maillard ist ein hervorragender Begleiter zu einem geschmorten Rinderbraten mit Wurzelgemüse. Die kräftige Cassis- und Kirschfrucht der Cuvée nimmt die dunklen Röstaromen des angebratenen Fleisches auf, während das feinkörnige Tannin sich am Eiweiß des Bratens weich und rund anfühlt. Die lange Schmorzeit bringt würzige Tiefe in die Soße, die der Wein mit seiner eigenen Würze stimmig aufgreift. Wurzelgemüse wie Karotte, Sellerie und Pastinake steuern eine dezente Süße bei, die einen schönen Kontrast zur trockenen Art des Weins bildet. Kräuter wie Lorbeer, Thymian und Wacholder runden das Zusammenspiel ab und machen den Bordeaux zum verlässlichen Partner für herzhafte Schmorgerichte.

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FAQ – Häufige Fragen zu Bordeaux-Wein
Das sind Weine aus der gleichnamigen Region im Südwesten Frankreichs. Meist handelt es sich um einen trockenen Rotwein, der als Cuvée aus mehreren Rebsorten wie Merlot und Cabernet Sauvignon entsteht. Es gibt aber auch weiße Bordeaux Weine aus Sauvignon Blanc und Sémillon.
Das Besondere ist die Cuvée: Statt einer einzigen Rebsorte werden mehrere Sorten verschnitten, die sich gegenseitig ergänzen. Das verleiht dem Wein seine typische Tiefe, Struktur und Ausgewogenheit. Zudem ist Bordeaux das größte zusammenhängende Qualitätsweingebiet der Welt.
Einen guten Alltags-Bordeaux gibt es bereits im einstelligen Eurobereich. Solche Cuvées zeigen den typischen Bordeaux-Charakter mit dunkler Frucht und feinem Tannin. Spitzen-Bordeaux aus berühmten Lagen sind deutlich teurer, für den alltäglichen Genuss aber nicht nötig.
Die wichtigsten roten Rebsorten sind Merlot und Cabernet Sauvignon, ergänzt durch Cabernet Franc und Petit Verdot. Am linken Ufer der Gironde dominiert der Cabernet Sauvignon, am rechten Ufer der Merlot. Weiße Bordeaux-Weine bestehen vor allem aus Sauvignon Blanc und Sémillon.
Ein kräftiger roter Bordeaux passt hervorragend zu dunklem Fleisch, Schmorgerichten, Wild und reifem Käse. Junge, fruchtbetonte Bordeaux Weine lassen sich auch gut solo genießen. Weiße Bordeaux-Weine harmonieren mit Fisch und Geflügel.
Strukturierte rote Bordeaux Weine profitieren davon, wenn sie vor dem Trinken etwas Luft bekommen. Durch kurzes Dekantieren oder das Atmenlassen der geöffneten Flasche entfalten sich die Aromen besser und das Tannin wirkt weicher. Bei jungen, unkomplizierten Bordeaux ist es nicht zwingend nötig.