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3 Valpolicella-Weine für jeden Geschmack
Du willst nicht lange suchen, sondern direkt einen guten Tropfen aus dem Veneto öffnen? Wir haben drei Valpolicella-Weine herausgegriffen, die jeweils ein anderes Gesicht der Region zeigen – vom unkomplizierten Einstieg bis zum würzigen Klassiker. Alle drei sind trocken, vegan und passen hervorragend zu einem entspannten Abend mit gutem Essen.
- Der Serego Alighieri »Possessioni« Rosso ist dein idealer Einstieg in die Region: ein echter Valpolicella Classico aus Corvina, Rondinella, Molinara und etwas Sangiovese. Im Duft zeigt er rote Kirschen, Pflaumen und einen Hauch Zimt, am Gaumen ist er vollmundig und gut strukturiert mit langem, fruchtigem Abgang. Ein unkomplizierter Allrounder, der zu Pasta, Pizza und gereiftem Käse einfach immer funktioniert.
- Der Masi Campofiorin Rosso del Veronese ist die Ikone des Ripasso-Stils: Der junge Wein wird ein zweites Mal über angetrocknete Trauben vergoren und gewinnt dadurch Tiefe und Schmelz – viele nennen ihn liebevoll »kleinen Amarone«. Geschmacklich überzeugt er mit kräftiger Beeren- und Kirschfrucht, feiner Würze und einer animierenden Säure bei mittlerem, harmonischem Körper und guter Reife.
- Der Masi Toar Valpolicella Classico Superiore ist die etwas gehobenere Wahl: ein Classico Superiore aus Corvina, Oseleta und Rondinella mit reifer roter Frucht, Noten von Pflaume, Kakao, Zimt und Vanille sowie weichen Tanninen. Bei Club of Wine ist er mit 5 von 5 Sternen bewertet. Ein Wein für den besonderen Abend zu zweit oder zum Sonntagsbraten.
Was ist ein Valpolicella?
Valpolicella ist kein einzelner Wein, sondern eine Weinregion nördlich von Verona in Venetien, gleich östlich des Gardasees. Der klassische Valpolicella ist ein trockener Rotwein, der aus mehreren heimischen Rebsorten gekeltert wird – allen voran Corvina (oft auch Corvina Veronese genannt), ergänzt durch Rondinella, Molinara und teils Corvinone oder Oseleta.
Diese Mischung gibt dem Wein sein typisches Profil: helle bis mittlere Farbe, viel Kirsch- und Beerenfrucht, frische Säure und moderate Tannine. Wer die Rebsorte näher kennenlernen möchte, findet bei uns auch eine eigene Auswahl an Corvina-Weinen. So wird der Valpolicella zu einem vielseitigen Begleiter, der weder zu schwer noch zu belanglos daherkommt.

Valpolicella, Ripasso und Amarone: Die drei Stufen der Region
Wenn du Valpolicella verstehen willst, hilft ein Blick auf die drei Ausbaustufen aus denselben Trauben. Der klassische Valpolicella ist die fruchtig-frische Basis: jung getrunken, lebendig und alltagstauglich. Mit jeder Stufe gewinnt der Wein an Dichte und Kraft.
Beim Ripasso wird ein fertiger Valpolicella ein zweites Mal über die Trester und angetrockneten Trauben des Amarone »durchgelassen« – daher der Name vom italienischen »ripassare«, was auf Deutsch etwa »noch einmal passieren« bedeutet. Das Verfahren gibt dem Wein mehr Körper, sanftere Tannine und eine angenehme Würze, weshalb manche Kenner ihn gern als »Baby-Amarone« bezeichnen. Die Spitze bildet der Amarone, für den die Trauben über Wochen getrocknet werden, bevor sie zu einem kraftvollen, hochkonzentrierten Rotwein vergären.
Wie schmeckt ein Valpolicella?
Ein typischer Valpolicella-Rotwein schmeckt nach frischer Kirsche, roten Beeren und einem Hauch mediterraner Kräuter, getragen von einer lebendigen Säure und feinen Tanninen. Er ist mittelkräftig und saftig – ein Rotwein, der durstig macht und sich gut bei Zimmertemperatur oder sogar minimal gekühlt trinken lässt.
In aller Regel sind Weine aus Valpolicella trocken ausgebaut und daher weniger süß. Eine fruchtige Note kommt von der reifen Kirsch- und Beerenfrucht, nicht von Restzucker. Süße Varianten der Region heißen Recioto und werden gesondert als Dessertwein gekennzeichnet.
Valpolicella Classico und Superiore
Auf den Etiketten begegnen dir oft die Zusätze Classico und Superiore. »Classico« bezeichnet das historische Kernanbaugebiet im Westen der Region – das traditionelle Herz des Valpolicella mit besonders hügeligen Lagen.
»Superiore« steht hingegen für eine etwas längere Reifung und einen höheren Mindestalkohol, was meist zu mehr Tiefe und Struktur führt. Ein Valpolicella Classico Superiore wie der Masi Toar verbindet daher die fruchtige Zugänglichkeit der Region mit etwas mehr Substanz – eine schöne Brücke zwischen einfachem Valpolicella und dem dichteren Ripasso.
Speisebegleitung: Fresco di Masi Rosso zu Pasta al Ragù
Ein klassischer Valpolicella-Typ und ein herzhaftes Pasta-Gericht sind ein eingespieltes Team. Der Fresco di Masi Rosso – Bio passt mit seiner saftigen Kirsch- und Beerenfrucht und seiner frischen Säure hervorragend zu einer Pasta al Ragù oder einer Lasagne mit langgeschmorter Hackfleischsauce. Die Säure des Weins schneidet durch das Fett von Rinderhack und geschmolzenem Käse, während die rote Frucht die Tomaten und die süßlichen Röstaromen der angebratenen Zwiebeln aufgreift. Kräuter wie Lorbeer, Oregano und etwas Knoblauch in der Sauce harmonieren mit den fruchtigen Noten der Corvina-Traube, ohne sie zu überdecken. So wird aus einem einfachen Familienessen ein rundum stimmiger Genussmoment.

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FAQ – Häufige Fragen zu Valpolicella
Valpolicella ist ein trockener italienischer Rotwein aus der gleichnamigen Region nördlich von Verona in Venetien. Er wird vor allem aus den Rebsorten Corvina, Rondinella und Molinara gekeltert und schmeckt fruchtig nach Kirsche und roten Beeren bei mittlerem Körper.
Ein klassischer Valpolicella ist die fruchtig-frische Basisstufe. Ein Ripasso entsteht, indem dieser Wein ein zweites Mal über die angetrockneten Trauben und Trester des Amarone vergoren wird. Dadurch bekommt der Ripasso mehr Körper, weichere Tannine und mehr Würze.
Nein, ein Valpolicella ist in der Regel trocken. Der fruchtige Eindruck stammt von der reifen Kirsch- und Beerenaromatik, nicht von Restzucker. Die süße Variante aus derselben Region heißt »Recioto« und wird als Dessertwein angeboten.
Die Hauptrebsorte ist Corvina, oft »Corvina Veronese« genannt. Ergänzt wird sie meist durch Rondinella und Molinara, teils auch durch Corvinone oder Oseleta. Diese Cuvée prägt das typische Frucht- und Säureprofil der Region.
Wein aus Valpolicella passt zu Pasta mit Tomaten- oder Fleischsauce, Pizza, Risotto, gegrilltem rotem Fleisch und mittelreifem Käse. Die frische Säure und die moderaten Tannine machen ihn zu einem flexiblen Begleiter der italienischen Alltagsküche.
»Classico« verweist auf das historische Kernanbaugebiet im Westen der Region. »Superiore« steht für eine längere Reifung und einen höheren Mindestalkohol, was dem Wein mehr Struktur und Tiefe verleiht.
