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Die Scheurebe: Eine deutsche Rebsorte mit starkem Profil
Ob Georg Scheu wohl wusste, um welch vielfältige Aromen er die Weinwelt einst bereichern würde? Als er 1916 Riesling und Bukettrebe miteinander kreuzte, schuf er mit der Scheurebe eine fantastische Weißweinsorte, die mit Fruchtfülle und intensiven Düften begeistert. Ob trocken oder edelsüß ausgebaut – die Scheurebe ist so gar nicht so »scheu«, wie man vielleicht denkt.
Was für ein Wein ist Scheurebe?
Die Scheurebe zählt zu den spannendsten Rebsorten des deutschen Weinbaus. Sie stammt aus einer Neuzüchtung, die der Rebenzüchter Georg Scheu Anfang des 20. Jahrhunderts an der Landesanstalt in Alzey entwickelte. Die Kreuzung aus Riesling und Bukettraube besitzt ein markantes Aroma, das du sofort erkennst. Viele Winzer schätzen die Rebsorte, weil sie in warmen Lagen zuverlässige Qualitäten liefert – von trocken über feinherb bis hin zu lieblich oder sogar edelsüßen Spätlesen und Trockenbeerenauslesen.
Je nach Ausbau entsteht ein Wein, der von intensiver Frucht lebt und sowohl direkt nach dem Kauf Freude macht, als auch ein wenig Zeit auf der Flasche verträgt.
Wein-Empfehlung: Unsere Lieblings-Scheureben
Entdecke Scheureben, die durch eine klare Stilistik überzeugen und dir zeigen, wie vielseitig diese Rebsorte sein kann.
- A. Diehl Scheurebe – klare Frucht, präzise Struktur und ideal, wenn du die Aromen der Scheurebe mit feiner Säure bevorzugst.
- Emil Bauer »Scheu aber geil« – charmanter Wein mit aromatischer Stilistik. Die Rebsorte glänzt hier mit viel Frucht und jugendlicher Frische.
- Stahl »Nachschlag – Bright Side of Life« – lebendige, moderne Interpretation
vom innovativen Winzerhof Stahl aus den Rebsorten Scheurebe, Sauvignon Blanc und Riesling.
- Metzger »Prachtstück Cuvée Weiß« – frische, fruchtbetonte Cuvée vom Pfälzer Weingut Metzger. Perfekt für alle, die den unkomplizierten
Genuss suchen.
Wenn du weitere Weißweine entdecken möchtest, lohnt sich ein Blick in die Rubrik Weißwein oder die Übersicht zu deutschem Weißwein.
Wo wird Scheurebe angebaut?
Die Scheurebe findest du vor allem in deutschen Qualitätsanbaugebieten. Die Rebsorte steht gern in warmen Lagen, wo sie ihre aromatische Tiefe voll entfalten kann. Viele Winzer nutzen die Sorte heute, um fruchtbetonte, trockene Varianten oder harmonische, feinherbe Scheureben zu erzeugen.
Wichtige Anbaugebiete in Deutschland sind:
- Rheinhessen – ca. 1.050 ha
- Pfalz – ca. 810 ha
- Franken – ca. 260 ha
- Nahe – ca. 150 ha
Die Herkunft prägt den Stil deutlicher, als man auf den ersten Blick denkt: In Rheinhessen entstehen oft besonders fruchtige Scheureben mit weicher Textur, da das warme Klima reife Aromen begünstigt. Die Pfalz liefert lebhafte, klare Varianten, die durch die Kombination aus Wärme und kühlen Abendwinden eine präzise Frische zeigen. Franken setzt auf mineralische Strukturen, die den Weinen eine straffere Art verleihen. An der Nahe sorgt die Vielfalt der Böden dafür, dass Scheureben hier sowohl unkompliziert und verspielt als auch kräftiger ausfallen können. So kannst du je nach Region unterschiedliche Stilrichtungen entdecken – von duftig und saftig bis straff und fein strukturiert.
Wie schmeckt Wein aus Scheurebe?
Typisch für die Rebsorte Scheurebe ist ein intensives, aromatisches Profil. Du findest häufig Noten von schwarzer Johannisbeere, reifer Birne, Grapefruit und Zitrone. Je nach Ausbau kann der Wein verspielt, fruchtbetont oder klar strukturiert auftreten. Eine Scheurebe Spätlese trocken zeigt oft eine festere Struktur und eine ausgeprägte Aromatik, während feinherbe Varianten runder wirken.
Der individuelle Scheurebe-Geschmack hängt zudem stark vom Winzer und der Region ab. Trocken ausgebaute Scheureben sind beliebte Begleiter zu modernem, leichten Essen, während halbtrockene Stile gern zur pikanten asiatischen Küche oder auch solo getrunken werden.
Speiseempfehlung: Probiere Scheurebe zu einem Hähnchen-Curry mit Reis
Eine Scheurebe passt hervorragend zu unkomplizierten Gerichten, die du im Alltag schnell zubereitest. Ein Hähnchen-Curry mit cremiger Sauce, aromatischen Gewürzen und lockerem Reis eignet sich besonders gut. Die fruchtige Art der Scheurebe ergänzt die sanfte Schärfe des Currys und hebt die würzigen Noten angenehm hervor. Die frischen Fruchtaromen unterstützen die Struktur des Gerichts, ohne die Zutaten zu überdecken.
Trockene und feinherbe Varianten passen gut, wenn du das Curry etwas würziger gestaltest, während liebliche Scheureben zu milderen Rezepten harmonieren.

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FAQ – Häufige Fragen zur Scheurebe
Scheurebe ist eine deutsche Rebsorte mit aromatischer Stilistik, die von trocken über lieblich bis hin zu edelsüßen Spezialitäten ausgebaut wird.
Am besten leicht gekühlt bei etwa 8–10 °C. So entfaltet sie ihr Bukett optimal.
Ja, die Rebsorte steht bei vielen Winzern für ausdrucksstarke, fruchtige Weißweine, die vielseitig einsetzbar sind.
Frische, trockene Varianten trinkst du innerhalb von 1–3 Jahren. Hochwertige Spätlesen können deutlich länger lagern.
Beides – du findest Scheureben von trocken über feinherb bis lieblich und süß.