Warum nicht jeder Wein zu Pizza passt
Bei vielen Pizzen schließt die Tomatensauce bereits einige Weinstile aus. Zum Beispiel wirkt die Fruchtsäure der Sauce im Zusammenspiel mit schweren, tanninbetonten Rotweinen schnell unangenehm. Der resultierende Geschmack erinnert dann eher an Metall und wirkt kaum stimmig. Fruchtbetonte, gerbstoffarme Rotweine gleichen diese Säure dagegen aus, weil ihre eigene Frucht und moderate Tannine der Tomate auf Augenhöhe begegnen.
Neben der Sauce spielt der Belag eine entscheidende Rolle. Eine Pizza Margherita mit Mozzarella und Basilikum verlangt nach einem anderen Wein als eine Pizza Diavola mit scharfer Salami oder eine Quattro Formaggi.
Als Faustregel gilt: Je würziger und fettiger der Belag, desto kräftiger und fruchtiger darf auch der Wein sein.
Welcher Wein passt zu welcher Pizza?
- Pizza Margherita (Tomatensauce, Mozzarella, Basilikum): Ein fruchtbetonter Chianti oder Barbera bringt genau die unkomplizierte Frucht mit, die zur Tomate passt. Wenn du lieber Weißwein trinkst, passt ein trockener Rosé oder ein frischer Pinot Grigio genauso.
- Pizza Salami oder Diavola (scharf und würzig): Ein saftiger Primitivo, ein Nero d'Avola oder ein fruchtbetonter Syrah bringen genug Fruchtkraft mit, um sich gegen die Schärfe zu behaupten. Ein feinherber deutscher Riesling mit etwas Restsüße kühlt die Schärfe zusätzlich ab.
- Pizza Quattro Formaggi (vier Käsesorten): Ein kräftiger Grauburgunder oder ein Weißwein im Lugana-Stil durchbricht mit seiner Säure die Fülle des Käses.
- Pizza mit Schinken und Rucola: Ein Weißwein oder Rosé mit feiner Mineralität unterstreicht den Salzgeschmack des Schinkens, statt ihn zu überdecken.
- Allrounder für fast jeden Pizza-Abend: Ein kühl servierter, trocken ausgebauter Schaumwein ergänzt den salzigen Teig und den würzigen Belag mit spritziger Frische.
Rotwein oder Weißwein zu Pizza?
Ob du Rotwein oder Weißwein zu deiner Pizza wählen solltest, hängt vor allem vom Belag ab: Bei den meisten Pizzen mit Tomatensauce liegt ein fruchtbetonter Rotwein vorn, weil er der Säure der Tomate mit eigener Frucht begegnet. Bei einer weißen Pizza ohne Tomatensauce – etwa mit Käse oder Meeresfrüchten – schneidet ein frischer Weißwein dagegen besser ab, weil seine Säure die Fülle ausbalanciert. In Italien trinken viele zur Pizza traditionell einen jungen, unkomplizierten Rotwein wie einen Chianti oder einen kühl servierten Lambrusco.

Empfehlung: 2 großartige Weine für den Pizzaabend
- Der »Tenute Poggiocaro Chianti« bringt genau die saftige, unkomplizierte Frucht mit, die zu einer klassischen Margherita mit Tomatensauce und Mozzarella passt.
- Bei einer würzigeren Salami- oder Diavola-Pizza punktet dagegen ein saftiger Primitivo wie die »Doppio Passo Primitivo di Manduria Riserva« mit reifer, dunkler Frucht, die der Schärfe der Peperoni Paroli bietet.
Wenn du eine weiße Pizza mit viel Käse planst oder generell lieber zu Weißwein greifst, wirst du im Weißwein-Sortiment von Club of Wine fündig. Dort warten frische, säurebetonte Weine auf dich, die sich hervorragend für Käse- und Meeresfrüchte als Belag eignen.
FAQ: Häufige Fragen zu Wein und Pizza
Am besten passt ein fruchtbetonter, gerbstoffarmer Rotwein wie Chianti oder Primitivo, der sich gut mit der Säure der Tomatensauce verträgt. Bei einer weißen Pizza ohne Tomate eignet sich ein frischer Weißwein besser.
Das hängt vom Belag ab: Bei Tomatensauce liegt Rotwein vorn, bei einer weißen Pizza – z. B. mit viel Käse oder Meeresfrüchten – punktet eher ein frischer Weißwein.
Zu einer scharfen Salami- oder Diavola-Pizza passen fruchtbetonte, gerbstoffarme Rotweine wie Primitivo oder Nero d'Avola, weil sie die Schärfe abfedern, statt sie zu verstärken.
Ein fruchtbetonter Rotwein zur Pizza schmeckt bei rund 16 bis 18 °C am besten – etwas kühler als reine Zimmertemperatur.
